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Manchmal ist es am schwierigsten, einen guten Mittelweg zu finden

Scrum und Agile sind die Stichwörter für eine innovative Projektabwicklung. Scrum als agiles Framework hilft dir, komplexe Projekte zu gliedern und zu priorisieren. Zudem entwickelt sich dein Team fortlaufend weiter. Das führt dazu, dass das Team besser zusammenarbeitet, der Entwicklungsprozess verbessert wird und u.a. die Qualität deines Produktes steigt. Insgesamt verspricht Scrum einen effektiven und schnellen Projektverlauf. Dennoch kursieren viele Vorurteile gegenüber Scrum. Welche das sind und warum es sich um Mythen handelt, kannst du hier nachlesen.

Das Team arbeitet mit Scrum agil

Scrum gibt dir einen Rahmen, wie dein Team transparent arbeiten und sich laufend verbessern kann. Durch die Aufsplittung eines großen Projekts bzw. Produkts in kleinere Teile kann dein Team die Abschnitte priorisieren, bearbeiten und als funktionsfähiges Ergebnis abliefern. Nach jedem Ergebnis erfolgen Feedbackschleifen bezüglich des Produkts und der Arbeitsweise. Die Erkenntnisse dieser Meetings fließen in die Bearbeitung der nächsten Teile ein. Somit kann sich das Team flexibel Problemen annehmen, seine Arbeitsweise optimieren und insgesamt schneller vorankommen.

Die Arbeitsweise von Scrum im Überblick:

  • Einfach zu verstehen und schnell umsetzbar
  • Wachsender Teamzusammenhalt – Anforderungen und Probleme werden im Team gelöst
  • Kurze Kommunikationswege innerhalb des Teams
  • Hohe Flexibilität
  • Hohes Maß an Selbstorganisation<
  • Transparenz des Projektverlaufs durch regelmäßige Meetings
  • Schnelle Entwicklung funktionierender Inkremente
  • Fortlaufender Verbesserungsprozess durch Feedbacks
  • Schnelles Erkennen von Problemen und Hindernissen
  • Effektive Arbeitsweise

5 Scrum Mythen und ihre Richtigstellung

Scrum ist eine einfache und gute Möglichkeit, die Effektivität in deinem Team zu steigern. Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Manch ein Projektleiter, der nach dem „bewährten Wasserfall-Prinzip“ arbeitet, traut den Scrum-Prinzipien nicht. Weil er vielleicht gehört hat, dass ein Projekt gescheitert ist, oder er misstrauisch ist, ob ein Team wirklich ohne hierarchische Strukturen arbeiten kann. Hier führen Vorurteile dazu, diese neuen Arbeitsmethoden nicht anzuwenden. Die häufigsten Vorurteile gegen Agile bzw. Scrum lösen wir gerne auf:

  1. Scrum ist für große Projekte ungeeignet
  2. Ein Team kann nicht ohne Führung arbeiten
  3. Scrum ist eine ungeordnete Arbeitsmethode
  4. Es geht zu viel Zeit mit Meetings verloren
  5. Der Überblick über die Dauer und das Budget bis zur Fertigstellung geht verloren

1. Scrum ist für große Projekte ungeeignet

Die agile Arbeitsweise zeigt gerade in komplexen Domänen ihre Stärke. Denn Scrum wird angewendet, um ein Projekt oder Produkt in kleine Einzelteile zu zerlegen. Diese Teile werden priorisiert und entsprechend nacheinander fertiggestellt. Anwenden kannst du diese Arbeitsweise für jede Produktentwicklung, egal ob Software, Hardware oder Dienstleistungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Produkt klein oder sehr komplex und umfangreich ist.

2. Ein Team kann nicht ohne Führung arbeiten

Diese Scrum Kritik ist zugegebenermaßen in der Praxis eine Herausforderung. Schließlich arbeiten mehrere Personen mit eigener Persönlichkeit eigenständig zusammen. Sie sollen transparent und gleichwertig am Produkt arbeiten. Das kann zu Reibereien führen. Doch auch hierfür bietet Scrum Lösungen. Denn mit jedem Meeting werden Probleme und Schwierigkeiten in der Produktentwicklung, in der Arbeitsweise oder innerhalb des Teams offengelegt. Aus diesen Erkenntnissen muss es Wege finden, diese zu meistern. Der Scrum Master hilft dabei. Er ist als „Servant Leader“ für das Team da und steht ihm während der gesamten Produktentwicklung beiseite.

3. Scrum ist eine ungeordnete Arbeitsmethode

Scrum hat eindeutige Regeln und Prinzipien, die im Scrum-Guide klar definiert sind. Allerdings müssen diese konsequent angewendet werden. Scrum kann nur dann zum Erfolg führen, wenn die agile Arbeitsmethode akzeptiert und diszipliniert umgesetzt wird. Auch hierfür ist der Scrum Master da. Er kennt die Abläufe und sein Team. Nach Bedarf coacht er es und stärkt die Akzeptanz für das agile Arbeiten.

4. Es geht zu viel Zeit mit Meetings verloren

Zu Scrum gehören regelmäßig stattfindende Meetings, die Scrum Events. Diese sind notwendig, um sich kontinuierlich zu verbessern und die Effektivität zu steigern. Die Meetings haben einen festgelegten Zeitrahmen und werden zu festgelegten Zeiten abgehalten. Der Scrum Master sorgt dafür, dass die Zeitspanne eingehalten wird. Durch seine Moderation und Organisation verlaufen die Meetings kurz, effektiv und zielführend.

5. Der Überblick über die Dauer und das Budget bis zur Fertigstellung geht verloren

Das Gegenteil ist der Fall. Nach jedem Sprint wird ein Inkrement bzw. ein Teilprodukt fertiggestellt und kann dem Kunden demonstriert werden. Außerdem wird nach jedem Sprint ein Feedback zur Arbeitsweise und dem Produkt gegeben. Dabei werden Probleme sofort erkannt und können folglich schneller beseitigt werden. Mit den Ergebnissen der Feedbackschleifen kann berechnet werden, wie viel ein Sprint kostet und ob die Zielvorgaben eingehalten werden können. Daraus wiederum kann man gute Vorhersagen über das Gesamtbudget und die Dauer treffen.

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Fazit

Die meisten Vorurteile gegen Scrum oder Agile entstehen aus Unwissenheit oder falscher Anwendung von Scrum. Die Methode ist einfach umzusetzen und leicht erlernbar. Warum in einigen Projekten Scrum trotzdem nicht funktioniert? Weil es an einer disziplinierten und konsequenten Umsetzung mangelt. Mit einem guten Scrum Master ist diese Herausforderung jedoch kein Problem.

Hierbei unterstützen wir dich gerne. Wir bieten z.B. Scrum Trainings für Certified ScrumMaster Informationsveranstaltungen an und können dir fundiertes Wissen zum Thema Scrum vermitteln! Meld dich am besten direkt für eine Schulung bei der Scrum Academy an!