„Story“, „Epic“ und „Theme“ sind lediglich Begriffe, die die Konversationen im Team vereinfachen.

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Ich habe in letzter Zeit viele E-Mails von Leuten bekommen, denen die Unterschiede zwischen “User Stories”, “Epics” und “Themes” nicht ganz klar waren. Also dachte ich, ich sollte dieses grundlegende – aber sehr hilfreiche – Thema noch einmal ansprechen.

Die Begriffe an sich sind nicht so wichtig und haben keine bestimmte Bedeutung. Sie stammen noch aus Zeiten der frühen Extreme Programming (XP) Teams und sind eigentlich nur dafür da, Gespräche innerhalb von Scrum Teams zu vereinfachen. Es ist nämlich praktisch, wenn es einheitliche Bezeichnungen für bestimmte Dinge gibt. Wenn das nicht der Fall ist, suchen Sie sich einfach selbst welche aus.

Was bedeuten die drei Begriffe nun?

User Stories

“User Stories” beschreiben, was Nutzer wollen. Sie sind zwar mehr als nur ein paar Wörter auf einer Karteikarte, für unsere Zwecke reicht aber es aus, wenn wir sie uns als einen einfachen Text vorstellen, wie z. B. “Den monatlichen Verkaufsbericht mit Seitenzahlen versehen” oder “Die Berechnung der Steuerbeträge in Rechnungen ändern”.

Vielen Teams gefällt die folgende Art und Weise, ihre User Stories zu schreiben:

“Als <Nutzer> <will/kann/muss ich>, damit <Grund>.” Sie müssen jedoch nicht so geschrieben werden, denn auch andere Formate haben ihre Vorteile.

Epics

Der Begriff “Epic” steht einfach für eine große User Story. Es gibt keine exakte Grenze, wann User Stories zu Epics werden. Sie sind einfach nur “große User Stories” und das Prinzip kann gut mit Filmen verglichen werden. Wenn ich sage, dass ein bestimmter Film ein Actionfilm ist, sagt das etwas über den Film aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es Verfolgungsjagden, Schießereien usw. Und das weiß man, obwohl es keine feste Definition davon gibt, dass in einem Actionfilm beispielsweise mindestens drei Verfolgungsjagden, 45 Schüsse etc. vorkommen müssen.

“Epic” ist also einfach nur der Name für eine große User Story. Manchmal kann er aber auch zusätzliche Informationen vermitteln. Wenn Sie mich z. B. fragen, ob ich gestern die User Stories zu den monatlichen Verkaufsberichten geschrieben habe, sage ich “Ja, aber die meisten davon sind Epics.” Dann wissen Sie automatisch, dass ich sie zwar geschrieben habe, aber sie noch nicht in kleinere Stories aufgeteilt habe, die direkt realisiert werden können.

Themes

“Themes” sind Gruppen von User Stories. Man packt einfach alle Stories zur monatlichen Berichterstattung zusammen und nennt das Ganze dann “Theme” (Thema). Es kann hilfreich sein, einen Überbegriff für gewisse Stories zu haben. In meinem Vergleich mit den Filmen wären das beispielsweise alle James Bond Filme, die ich nebeneinander in mein Regal gestellt habe – sie bilden zusammen ein Theme bzw. eine Gruppe.

Dieser Text stammt aus dem Blog von Mike Cohn und wurde von uns ins Deutsche übersetzt.

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